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the Story of my life - tiny house f√ľr ein m√∂glichst autarkes leben

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Herzlich Willkommen

Ich denke immer mehr: wir werden die Kurve nicht mehr ziehen, wir werden die Welt bis zum Letzten aussaugen und wenn es darum geht gerade noch ein "Schnäppchen" zu machen, sei es ein Konsum- oder ein Weltteil, so schlagen wir uns schlicht und einfach die Köpfe darum ein.

- Nein Danke" sag ich nur f√ľr meinen Teil...

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es geht auch anders


Erinnern wir uns wieder daran, dass wir nicht mehr brauchen als ein Dach √ľber dem Kopf und eine Mahlzeit auf dem Tisch. Ansonsten lasst uns das Leben genie√üen, mit den Menschen zusammen sein, die wir lieben, die Dinge schaffen, die uns am Herzen liegen. Unsere Erde nicht verletzen und der Welt etwas von Bedeutung geben.

 

Elaine St. James

"Wem genug zu wenig ist, dem ist nichts genug." Epikur

"Sind wir jetzt da? Sind wir jetzt da?", ruft es unabl√§ssig vom R√ľcksitz der menschlichen Evolution. Wie ungeduldige Kinder stellen unsere uralten Instinkte immer wieder die gleichen Fragen:

Sind wir jetzt gl√ľcklich genug?
Sind wir informiert genug?
Sind wir beschäftigt genug, satt genug, reich genug?

Lord Maynard Keynes (ja genau der!) sagte in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts voraus: in drei Generationen werde das "√∂konomische Problem" gel√∂st sein. Dieses Problem bestand f√ľr ihn darin, die begrenzten Ressourcen der Erde gerecht zu verteilen.

F√ľr Keynes war die Wirtschaft ein dreckiges Spiel, und Geldverdienen und ausgeben hielt er f√ľr eine erb√§rmliche Verpflichtung, welche die Menschheit so rasch wie m√∂glich √ľberwinden sollte.

Leider hat sich Keynes grundlegend in seiner Zeitschiene geirrt. Heute stehen wir vor der Frage:
Besteht irgendeine Chance, dass die Welt des √úberflusses eines Tages unter der Last ihrer eigenen √ľberzogenen Versprechen in sich zusammenf√§llt?

Was w√ľrde aus unserer ausschlie√ülich auf Wachstum gegr√ľndeten Wirtschaft, wenn wir pl√∂tzlich alle anfingen, nach der Maxime des Genughabens zu leben? W√ľrde der Markt zusammenbrechen? Unsere derzeitige Wirtschaft h√§ngt von Konsumsteigerung ab.

Doch jenseits der komplexen und irgendwie entmutigenden Argumente zugunsten der Wirtschaft lauert eine einfache Wahrheit: Wir bewegen uns in rasendem Tempe auf den Punkt zu, an dem unser Planet genug von uns hat! Die Erde kann bereits unseren aktuellen Verbrauch nicht ertragen, geschweige denn endloses Wachstum. Um das ökologische Konto auszugleichen, brauchen wir weniger Verbrauch oder weniger Menschen oder weniger von beidem.

Wir stehen am Abgrund. Nach dem Umweltforscher Mathis Wackernagel stimmte die Nutzung der Erde zum letzten Mal in den 80er Jahren mit den Ressourcen √ľberein. Seitdem leben wir auf Pump.

Zur gro√üen √úberraschung aller wird es irgendwann sehr schnell zum Zusammenbruch kommen. Und wenn dieser dann einige Jahre angehalten hat, wird immer deutlicher werden, dass die Situation vor dem Kollaps alles andere als nachhaltig war. Nach noch mehr Jahren des R√ľckgangs wird kaum noch jemand daran glauben, dass es je wieder enden wird.

Wenn wir keine Kultur schaffen, die die Habgier unserer primitiven Gehirne d√§mpft, statt uns immer neue Bed√ľrfnisse einzuimpfen, werden wir ernsthafte Probleme bekommen. Dem Thema ist allerdings unglaublich schwer beizukommen, weil unsere Kultur sich gerne von Problemen ablenkt, und zwar durch zu viel Arbeit, zu viel Produktion und zu viel Konsum.

Die Philosophie des Genughabens bietet uns eine Alternative, die sich auf Eigennutz gr√ľndet und trotzdem auch anderen n√ľtzt. Es ist nur noch wenig Zeit, unsere Gesellschaft f√ľr diesen Ansatz zu sensibilisieren - indem wir mit gutem Beispiel vorangehen, den Herdentrieb nutzen und auf kulturellen Wandel setzen. Das ist das bestm√∂gliche Szenario, eine wilde, optimistische Hoffnung.

Falls jedoch das beste Ergebnis individuell praktizierten Genughabens darin besteht, dass einige von uns zufriedener leben, während das ganze Scheißhaus in Flammen aufgeht, dann soll es wohl so sein.